Liebe Angehörige,

ob Mama, Papa, Bruder, Schwester, Sohn, Tochter, Tante, Onkel, Freundin, Freund, Kollege, Kollegin usw.

Auch wenn wir die Betroffenen sind und erstmal mit der Diagnose „Brustkrebs“ klarkommen müssen, ist es für euch auch nicht einfach. Ihr habt genauso wenig damit gerechnet und müsst lernen mit der neuen Situation klar zu kommen. Wie soll man sich verhalten? Was ist richtig, was ist falsch? Wie kann ich am besten helfen?

Auf diese Fragen gibt es nicht DIE Antwort. Jede Frau ist anders und geht anders mit der Diagnose um. Mit dieser Seite bekommt ihr die Möglichkeit, euch mit anderen Angehörigen auszutauschen, von ihren Erfahrungen zu profitieren und zu lesen was ihnen geholfen hat.

Ich habe keinen Kontakt zu meiner Familie. Mein Freund und meine engsten Freunde sind meine Familie. Für mich und meine Freunde war eine sehr große Hilfe das REDEN. Ich als Betroffene habe meinen Freunden und Kollegen gesagt, dass ich offen darüber reden möchte (auch wenn es gerade am Anfang nicht leicht war es über die Lippen zu bringen). Die Menschen, die mir nah standen und mit denen ich zusammengearbeitet habe, sollten von meiner Situation wissen. Es offen zu kommunizieren, war für mich eine große Erleichterung. So wusste jeder, in welcher Situation ich momentan bin und es konnten keine Missverständnisse entstehen.

Ganz wichtig war und ist mir, dass man mich normal behandelt. Meine Freunde sollten wissen, dass sie weiterhin mit mir lachen und schöne Momente teilen dürfen, und auch von IHREN Problemen erzählen können, so wie ich es auch bei ihnen machen konnte. Auch wenn ich Brustkrebs hatte, wollte ich nach wie vor an ihrem Leben teilhaben, so wie sie an meinem. Das hat mir sehr gut getan, da ich mich so nicht ausgeschlossen gefühlt habe – auch wenn mein Alltag sich komplett verändert hat.

Auch wenn es keine leichte Zeit war und es viele Tränen gab, das Reden hat mir geholfen. Meine Freunde und ich haben gemeinsam viel gelacht – zum Teil bis es Bauchschmerzen gab 😉

Die Redensart „Geteiltes Leid, ist halbes Leid!“ trifft definitiv zu!
Ich habe gelernt, dass man gemeinsam alles viel leichter überstehen kann.

 

Lest euch die Kommentare von den Angehörigen durch und schreibt auch gerne eure Erfahrungen. Was würdet ihr anderen als Tipp geben?