Hallo ihr Lieben,

Ihr habt lange nichts von mir gehört & es haben sich einige Sorgen gemacht & nachgefragt. Entschuldigt bitte, dass ich nicht geantwortet habe. Mir geht es im Moment nicht gut & ich war jetzt 2 Wochen im Krankenhaus 🏥😞. 

Leider nicht wegen der geplanten Brust-OP, sondern weil ich hohes Fieber 🤒 bekommen habe. 10 Tage lang hatte ich Fieber, doch keiner hat es richtig ernst genommen & das obwohl wir im Krankenhaus & bei Ärzten waren.

Ich habe immer wieder gesagt, dass ich glaube, dass es ein Infekt ist, aber ihr kennt das ja, warum sollte der Patient es besser wissen als die Ärzte. Erst als es mir gereicht hat & ich auf den Tisch gehauen habe wurde endlich was getan. Es wurde dann kurzfristig entschieden, dass wir die Brust-OP absagen müssen & ich sofort mit einer Chemo starten muss. Das haben wir dann auch getan. Aber man darf keine Chemo bekommen, wenn man einen Infekt hat. Wie gesagt, man hat es mir nicht geglaubt. 

Also ist dann leider das passiert was kommen musste: der Körper war vom Infekt schon so geschwächt & dann kam noch die Chemo drauf, was dazu geführt hat, dass es mir noch schlechter ging. Ich bekam dann 40 Grad Fieber, habe geglüht & konnte nicht mehr. Wir haben dann den Rettungsdienst gerufen. Im Krankenhaus 🏥 hat man dann rausgefunden – oh Wunder – ich habe einen Infekt!!!! 

Also wurde ich mit Antibiotikas behandelt, die nach paar Tagen endlich angeschlagen haben & das Fieber ging langsam zurück. Ich habe im Krankenhaus dann die 2. Chemo bekommen. Paar Stunden später habe ich wieder mit Fieber drauf reagiert. Der Körper war noch sehr schwach & die Hitze hat natürlich nicht zur Besserung beigetragen.

Ich hatte auch wieder so einige nette Diskussionen mit den Ärzten. Nach 2 Jahren kämpfen habe ich mir so einiges an Know-how angeeignet & weiß, was mir gut tut & was nicht. Zudem bin ich kein Freund davon mit Tabletten vollgepumpt zu werden. Vor allem nicht wenn man Lebermetastasen hat.

Eine kleine „Anekdote“ wie gut man berücksichtigt hat in welcher Situation ich mich befinde. Um herauszufinden, was für eine Krebsart es jetzt genau ist, wurde eine Leberpunktion gemacht. Das ist nicht ganz ungefährlich, hat aber alles gut geklappt. Nun habe ich also durch die Haut aus der Leber Proben entnommen bekommen, was die Leber ja gerade belastet, zusätzlich Antibiotikas & natürlich noch die Metastasen. Nun dürft ihr raten, was es daraufhin zum Mittagessen gab? Sehr stark frittierte Kartoffeltaschen mit Sauce Hollaindase. Wer sich etwas auskennt, weiß, dass die Leber für die Verdauung von fettigem Essen zuständig ist. Mir also in meiner Situation so ein Essen zu geben, ist das schlimmste was man machen kann. Denn die Leber bekommt eine unnötige zusätzliche Belastung. Ich habe das Essen verweigert. Mir wurde auch recht gegeben, aber auch gesagt, dass man auf sowas halt nicht achtet! Wahnsinn oder? Ich könnte hierzu noch viel mehr schreiben, aber dafür reicht der Platz nicht. 😉

Meinen Kampfgeist hat der Krebs immer noch nicht gebrochen! 💪🏻 Aber es waren jetzt harte Tage wo einem auch ein paar nicht so schöne Gedanken durch den Kopf gehen. 

Wegen der schlechten Werte habe ich am Freitag keine Chemo bekommen, aber wurde entlassen. Morgen geht es wieder zum Onkologen & die Blutwerte werden getestet. Ich hoffe sie sind gestiegen. Ich danke euch allen für eure Unterstützung & dass ihr immer an mich denkt & Kraft schickt!!! Auch wenn ich nicht immer antworten kann, hilft es mir sehr. – GEMEINSAM sind wir stark! 🙌