Hallo ihr Lieben,

ich melde mich nach einer langen Pause zurück. Es ist schön, dass ihr nicht aufgehört habt an mich zu denken und mir schreibt.

Die letzten Wochen waren eine sehr sehr schwere Zeit für mich. Ich habe in dieser Zeit mehr denn je um mein Leben gekämpft. Es gab Tage da wollte ich einfach nicht mehr und konnte mir auch nicht mehr vorstellen, wie ich es je aus diesem Tief rausschaffe und wieder meine Kraft bekomme.

Doch eines habe ich in dieser Zeit nicht aufgehört: ich habe die Hoffnung     nicht aufgegeben und trotz einer riesen Mauer aus Steinen mich Millimeter für Millimeter vorangekämpft.

Ich hatte mehrere Wochen mit einer sehr sehr starken Übelkeit zu kämpfen und musste mich den ganzen Tag nur erbrechen. Dadurch konnte ich nichts mehr zu mir nehmen, habe in kurzer Zeit viele Kilos verloren und war total geschwächt.

Da ich mich nicht mehr selber versorgen konnte, haben mich meine Freunde bei sich aufgenommen und sich so organisiert, dass ich eine 24-Stunden-Betreuung bekommen habe. (Von der Krankenkasse ging das alles nicht so schnell.)

Es sah auch erstmal danach aus, dass es bergauf geht. Ich konnte wieder bisschen essen, trinken und mich bewegen.

Doch an einem Tag habe ich mich nur noch erbrochen, habe fast 39 Grad Fieber bekommen und mein Puls hat gerast. Ich musste sofort ins Krankenhaus und dort auf die Intensivstation .

Es bestand die Gefahr, dass die Niere versagt und es zu einem Herzstillstand kommt.   Das war ein schlimmer Moment für uns alle.

Fünf Tage haben die Ärzte, meine Freunde und ich gekämpft. Und so schnell lassen mich meine Schutzengel nicht gehen.

Die Blutwerte haben sich zum Glück stabilisiert und es geht mir schon etwas besser. Ich bin auch nicht mehr auf intensiv.

Leider habe ich heute wieder eine schlechte Nachricht bekommen 😥 Davon erzähle ich euch, wenn sich alles geregelt hat. Die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt