Die letzten Tage waren sehr anstrengend. Zum einen gut, denn ich habe es geschafft den Stein endlich ins Rollen zu bringen, zum anderen bedeutet das aber auch sehr viele Gespräche, Diskussionen, Diagnosen usw.

Ich habe es geschafft in ein anderes verlegt zu werden. Das ist ein Fortschritt, denn hier werde ich wie ein Mensch behandelt. Leider bleiben die Diskussionen mit den.

Ich möchte meinen Blog nicht nur dafür nutzen euch von meiner Geschichte zu erzählen, sondern ich möchte auch mehr Klarheit schaffen und aufzeigen, „welche Misstände es in der Gesundheitsreform gibt„ und womit wir als Krebspatienten zu kämpfen haben, obwohl der eigentliche Fokus auf dem gesund werden sein sollte. Doch die zusätzlichen Kämpfe mit den Beteiligten rauben viel Kraft u. das ist nicht gut.

Auch wenn ich nur eine Person bin, werde ich weiter kämpfen u. hoffe zumindest ein bisschen was bewegen zu können. Ich bin mittlerweile seit über 3 Wochen im . Bereits 5Tage nach Einlieferung wusste man, dass ich Metastasen haben. Erst jetzt u. mit viel Druck u. Kampfwillen von mir, haben sich die Onkologen meinen Befund angeschaut u. fangen jetzt an zu überlegen was man machen kann.

Seit 3Wochen hänge ich in der Schwebe. Ich weiß, dass ich hochaggressive u. schnell wachsende Metastasen habe, die schon mehrere Wirbel befallen haben u. zu Brüchen geführt haben, aber keinen hat es bisher gekümmert. Ihr wisst, wie ich hier für die CTs kämpfen musste, es gibt leider noch mehr dieser Geschichten. Die haben ihre Scheuklappen auf u. kümmern sich nur um ihr Fachgebiet. Das man sich vielleicht mal zusammentun könnte oder auch mal über den Tellerrand schauen könnte, ist scheinbar zu viel verlangt. Und Empathie für den Patienten zu haben, ist ein ganz großes Manko bei sehr vielen! Es gibt auch sehr gute– keine Frage! Aber leider gibt es eine Vielzahl an, die nur ihren Job nach Schema F machen u. der Patient ist nur eine Nr. für sie. Ich finde es traurig, dass ich als Patient, der u. Metastasen hat, so viel Eigeninitiative zeigen MUSS u. kämpfen muss, damit es voran geht.

Die letzten Wochen musste ich mich ständig rechtfertigen u. immer wieder erklären, dass ich Schmerzen habe, dass ich habe, immer wieder nachfragen u. vor allem Druck machen.

Hätte ich das alles nicht gemacht, wäre ich heute nicht schon an diesem Punkt. Das kostet aber Kraft!! Und eigentlich sollte doch meine ganze Kraft für die Genesung u. Stärkung meines Körpers genutzt werden oder?

Da ich nicht locker gelassen habe u. meinen aufgemacht habe, habe ich einiges in Bewegung gebracht. Ich habe es geschafft, dass sich jetzt endlich die Onkologen meinen Fall anschauen u. es jetzt endlich darum geht wie wir den bekämpfen können u. ich wieder mein Leben zurück bekomme.

Auch wenn der Stein ins Rollen gekommen ist, bleibt leider der Kampf als Patient.  🙁 Nachdem ich vor allem gestern über 5 Std. mit gesprochen habe, war ich durch. Mein Kopf war voll u. mein Körper hatte genug.

Ich muss mir hier Sachen anhören wie „Machen Sie doch nicht so einen Stress. Es bringt doch nichts es über den Zaun zu brechen“. Oder „Die Ärzte müssen viele schwierige Entscheidungen treffen, davon haben Sie keine Ahnung“. Ich habe diese erstmal fassungslos angeschaut u. ihr dann meine Meinung dazu gesagt. Es gibt noch viel mehr Storys, aber dafür reicht hier leider der Platz nicht mehr.

Mir wurde gesagt, dass ich jetzt als unheilbar krank gelte, dass ich mein Leben lang damit zu kämpfen haben werde. Mir wurde ein vorläufiger Therapieplan gesagt, der es in sich hat u. vor allem dauert. Hier versuche ich mir gerade eine Zweit-Meinung zu holen.

Obwohl ich im anderen drauf hingewiesen habe, wurde wegen meinem Blut (hatte sehr viel in der OP verloren) nichts gemacht. Jetzt auf einmal wird reagiert u. es besteht die Gefahr auf Blutarmut. Deshalb habe ich ständig Kreislaufprobleme.

Ich habe einen Brust-Expander, der nicht MRT tauglich ist. Damit war das eigentlich erledigt u. ich sollte andere Untersuchungen bekommen. Jetzt auf einmal ist das MRT so wichtig, dass sie sogar das Risiko in Kauf nehmen, dass die Brust von innen „verbrennt“ oder aufreißt. Das ist aber keine Option für mich, denn so hätte man kein MRT, aber ich hätte eine neue Baustelle u. alles würde sich verzögern.

Ich war dann noch beim Strahlenarzt u. habe darauf bestanden, dass man mir das CT von meinem Steißbein-Bruch zeigt. Die anderen Brüche hatte ich auch gesehen. Es war erschreckend zu sehen, wie der Knochen einfach „aufgegessen“ wird. Ich habe dann darum gebeten, dass wir uns nochmal alle Wirbel anschauen. Mir wurde auf nachfragen immer wieder gesagt, dass die anderen Wirbel nicht betroffen sind. Als wir uns dieses CT angeschaut haben (es war das von vor paar Tagen, also kein neues) habe ich leider bestätigt bekommen, dass doch auch weitere Wirbel betroffen sind. Als ich dann gefragt habe, ob wir die jetzt nicht mitbehandeln, war die Aussage vom „Ich bin nur Dienstleister der anderen u. habe als Aufgabe mich um die Brüche zu kümmern. Das ist nicht meine Aufgabe“.

Ich habe hier leider gar nicht den Platz euch noch mehr von diesem Gespräch zu erzählen. Es war ernüchternd. Ich habe dem sehr viele Fragen gestellt u. ihn damit in seinem Standard-Ablauf gestört und ihn aus dem Konzept gebracht.

Was ich euch damit sagen möchte: Bleibt stark, lasst euch nicht unterkriegen. IHR u. eure Gesundheit sind das Wichtigste! sind auch nur Menschen. Also fragt nach, denkt mit! Hinterfragt Sachen! Lasst es euch nochmal erklären u. vor allem bleibt dran!

Vertraut nicht nur auf die Schulmedizin. Sie kann bei vielem helfen, wie Brüchen etc. ABER eure Einstellung u. Denkweise ist auch sehr ausschlaggebend. Also positiv denken u. nicht aufgeben! Was nicht heißt, dass man nicht auch ein Tief haben darf u. einfach nur noch heult. Davon habe ich auch so einige hinter mir.

In dieser Schwebe zu hängen u. nicht zu wissen wie es weitergeht, aber einen Tumor in sich zu haben, der schnell wächst, fühlt sich an wie eine tickende Zeitbombe.

Auch wenn ich gerade einen schweren Kampf mit den habe, gibt es hier auch ganz ganz tolles Personal!!! Menschen, denen ich als Mensch wichtig bin u. die mit mir kämpfen u. sich für mich sehr engagieren. Das ist unfassbar toll, gibt mir Kraft u. bestärkt mich so weiter zu machen. Vielen lieben Dank!