Schöööne Grüße aus Vancouver ihr Lieben

Nachdem wir während der Brustkrebs-Behandlung „nur“ an Wochenenden gereist sind, steht jetzt ein Jahr nach der Diagnose endlich wieder ein langer Urlaub an

Ich liebe es zu reisen und freue mich auf 3 tolle Wochen in Kanada mit meinem Schatz, wo ich viel Kraft tanken kann

Nachdem wir eine Forbidden und Free Walking Tour durch Vancouver gemacht haben, haben wir einen guten ersten Eindruck bekommen und schon einiges über die Stadt gelernt. Wir waren auch auf dem Lookout und haben uns die Stadt von oben angeschaut Ein toller Ausblick.

Nach 2 Tagen in Vancouver startet jetzt unsere 11-tägige Tour durch Kanada.


 

Unser 1. Tourtag hat mit einem tollen Wasserfall gestartet, führte uns dann durch die Stadt HOPE, die ich einfach vom Namen her schon super finde
Einfach nie die Hoffnung aufgeben.

Danach ging es weiter bis nach KELOWNA. Die zweit größte Weinstadt in Kanada.   Das Wetter war auch voll auf unserer Seite.

Canadian Rockies we are coming.


Tag 2 war ganz gemütlich. Wir sind viel gefahren, waren bei einem „Mystery“-Stop und sind abends in der Stadt GOLDEN angekommen. Die Stadt heißt so, weil die Stadt daneben SILVER heißt und sie sie ärgern wollten.

Wir haben auch das erste Wildlife gesehen.


Tag 3 war einfach PRETTY AWESOME (wie hier alle sagen ).

Es war einfach nur traumhaft. Morgens waren wir noch in Golden spazieren und danach haben wir die wunderschönen Seen gesehen.

Gleich drei Stück an einem Tag. Angefangen haben wir beim „Emerald Lake“, dann ging es zum „Lake Louise“ und zum Schluss war dann der „Moraine Lake“ dran. Einer schöner als der andere.

Diese wunderschöne turkise Farbe entsteht wenn das Gestein zu feinem Sand wird und dann im See landet. Wenn das Licht dann auf den Sand fällt und bricht, entsteht dieser Farbton.

Am Abend haben wir dann noch eine kleine Wanderung zum Tunnel Mountain gemacht, wo wir einen schönen Ausblick über Banff hatten. Insgesamt haben wir an dem Tag 15 km zurückgelegt.


 

Tag 4 – es wurde sportlicher.

Mein Freund wollte gerne eine bestimmte Wanderung machen. Ich war mir nicht sicher, weil sie zu den schwierigen Wanderungen zählt und ich nicht wusste, ob ich das körperlich aushalte. Doch ich habe mir gedacht, ich kann es versuchen und wenn es nicht geht, jederzeit abbrechen. Während meiner Chemo-Tiefphasen hätte ich nicht gedacht, dass ich wieder so fit werde und die Angst verliere den Körper so zu beanspruchen. Es gab Tage da konnte ich nicht von einem ins andere Zimmer gehen. Doch es geht!!! Der Körper bekommt von Tag zu Tag immer mehr Kraft zurück. Nach 8,5 km Wanderungen hätten wir noch weitere 5 km nach ganz oben wandern können. Aber zum einen hatte es geregnet und oben war es nebelig und zum anderen habe ich gemerkt, dass es meinem Körper so langsam reicht. Immerhin mussten wir noch 8,5 km wieder zurückwandern. Also haben wir uns entschlossen nicht nach oben zu gehen und auf die 10 km zu verzichten. Für dieses Ziel war es nicht wert meinen Körper völlig zu verausgaben und schließlich ist der Weg das Ziel. Durch den Krebs habe ich gelernt noch mehr auf meinen Körper zu hören und nur noch das zu machen, was ihm gut tut. Am Ende sind wir 17 km gelaufen und das ist toll.


Tag 5 – ein Tag voller toller Erlebnisse

Angefangen haben wir mit der Fahrt durch den ICEFIELD Parkway. Eine wunderschöne Aussicht aus Seen mit Bergen, die noch Schnee haben.

Danach ging es weiter zum Helikopter-Flug. Mit dem Helikopter sind wir dann über das Clearwater County geflogen und haben die Berge mit Schnee von oben gesehen. Eine atemberaubende Aussicht.

Wir sind dann auf einer Insel gelandet und haben dort eine kleine Wanderung zu einem Wasserfall gemacht. Einfach traumhaft.

Auf dem Weg zur nächsten Attraktion haben wir dann Bären und Hirsche gesehen. Sogar ein Grizzlybär war dabei.

Bei der nächsten Aktivität ging es mit einem IceExplorer auf den Gletscher. Ein toller Anblick und doch hatte man Respekt davor nicht einzubrechen Das Wetter war auch voll auf unserer Seite. Genau als wir oben waren, hatten wir Sonne und strahlend blauen Himmel. Wir haben auch Gletscherwasser probiert und dreimal dürft ihr raten, wie es schmeckt: nach Wasser.

Beendet haben wir den Tag mit einem Rundgang, wo wir Biber gesehen haben. Viele tolle Eindrücke an nur einem Tag.


Tag 6 – war wieder ein sportlicher Tag

Diesmal haben wir zwei Wanderungen gemacht. Die erste ging hoch auf den „Old Fort“-Berg. Es ging steil hoch, aber es hat sich gelohnt. Wir hatten einen tollen Ausblick und haben noch ein paar Bergschafe ? gesehen.

Danach ging es weiter zum „Maligne Canyon“. Das Gletscherwasser hat sich seinen Weg durch den Canyon gebannt und so sind viele schöne Schluchten und Wasserfälle entstanden. Mittagessen gab es dann ganz oben auf dem Berg mit wieder einer tollen Aussicht.

Nach den Wanderungen ging es dann zum Entspannen in die „Hot Springs“ in Jasper.



Tag 7+8
– waren lange Fahrtage.

Wir mussten von Jasper bis nach Whistler kommen. Und da eine Straße wegen Schlammlawinen gesperrt war, mussten wir einen Umweg fahren. So sind wir in den 2 Tagen insgesamt 900 km gefahren.

Auch wenn wir viel fahren mussten, haben wir immer wieder an schönen Orten halt gemacht. Haben u.a. einen schönen Wasserfall gesehen und den höchsten Berg der Canadian Rockies, den Mt Robson. Leider hat er sich unter einer Nebeldecke versteckt.

Damit die Zeit schneller rumgeht, wurden einige Spiele im Bus gespielt. Eine lustige Idee fand ich das „Bug Bingo“. Auf die rechte Seite der großen Bus-Frontscheibe wurden Rechtecke gemalt. Jeder konnte einen Einsatz geben und seinen Namen dort reinschreiben. Der, der am Tagesende die meisten Insekten in seinem Rechteck hatte, hat gewonnen.

Leider macht mir seit Tagen meine Schulter Probleme. Drückt mir die Daumen, dass es morgen besser wird, denn dann steht ein Action-Tag an.


Tag 9 – war ein actionreicher Tag.

Trotz Schulterproblemen wollte ich nicht darauf verzichten. Wir haben mit den Guides gesprochen u. so wurde darauf Rücksicht genommen u. mir Tipps gegeben wie ich die Schulter am wenigsten belaste.

Und dann ging es am Morgen mit Ziplining los. Wir hatten 5 verschiedene Seilrutschen, die zwischen den Bergen angebracht waren. Man wurde eingehakt und los ging es. Jede Bahn war anders – vom Ausblick und der Geschwindigkeit her. Zum Teil hatten wir bis zu 80km/h. Ein riesen Spaß , der viel zu schnell vorbei war.

Nach einem kurzen Mittagessen ging es dann weiter zum Wasser-Rafting Die Einweisung mit all den Kommandos erfolgte noch auf dem ruhigen See. Doch nachdem ich erfahren hatte, was alles passieren kann, war meine Freude darauf kurzzeitig weg Sie müssen einen ja auf alles vorbereiten auch wenn es nur sehr selten passiert. Und dann ging es auch los. Der Rafting-Guide hat uns immer die Kommandos gegeben, wie wir paddeln sollen und so sind wir dann mit den Stromschnellen mitgeschwommen. Es war Adrenalin pur und hat einen Wahnsinns Spaß gemacht. Es war faszinierend wie wir durch die Kommandos mit dem Wasser „eins“ wurden und die Stromschnellen für uns nutzen konnten. Ein tolles Erlebnis.

Abends haben wir dann noch einen Physiotermin für den nächsten Tag gemacht und eine deutsche Ärztin angerufen, um abzuklären was wir tun sollen wegen den Schmerzen. Die Bewegung tut dem Rücken gut, nur das Ausruhen und Schlafen tut sehr weh.

Fazit: mein Rücken ist total verspannt und es braucht seine Zeit. Leider muss ich das jetzt ausharren.


Tag 10 – war ein purer Entspannungstag

Am Morgen sind wir durch Whistler spaziert. Die Stadt hat ihren Namen von den Murmeltieren, die auf den Bergen leben und Pfeifgeräusche machen. Es hört sich dann an als würden die Berge pfeifen .

Mittags war dann der Termin bei der Physio. Mit 2 Akupunktur-Nadeln hat er in die verspannten Stellen gepickst. Mein Freund meinte, dass die eine Stelle so verspannt war, dass die Nadel sich verbogen hat, statt durchzugehen. Es war schmerzhaft aber hat den Muskel ein bisschen gelockert. Danach hat er den Nacken noch massiert und bestimmte Bereiche gedrückt, damit sich die Muskulatur entspannt . Auch der Therapeut meinte, dass es eine längere Geschichte ist und ich in den nächsten Tagen wieder zur Physio gehen soll.

Damit wir uns so richtig entspannen konnten, ging es danach in ein Spa . Es war absolut traumhaft. Man kam rein und dachte man ist im Paradies. Umgeben von Bergen , überall schöne Pflanzen und alles aus Holz – was eine schöne Atmosphäre gebracht hat. Das Wetter war auch auf unserer Seite und die Sonne schien. So konnte man sich richtig gut entspannen. Toll waren auch die Hängematten: man lag oben auf dem Berg, die Sonne schien und man konnte einfach die Seele baumeln lassen Es tat einfach richtig gut.

Das Spa ist so abgelegen, dass man erst mal 15 min zum Bus laufen muss und der Bus kam nur alle 30 min. Also haben wir uns gedacht, wir versuchen es mal mit Trampen Und es hat direkt geklappt. Die Kanadier sind echt ein nettes Volk und so waren wir nach nur 5 min Autofahrt wieder in Whistler, statt in 45 min. Jetzt kann ich das auch von meiner Liste streichen.


Tag 11 – der letzte Tag der Tour

Heute ging es von Whistler zurück nach Vancouver. Dabei haben wir wieder ein paar Stopps eingelegt.

Zum einen haben wir für eine Gondelfahrt inklusive einer kleinen Wanderung angehalten. Es ging auf 885 m Höhe. So hatten wir einen Ausblick über „Howe Sound“ in Squamish. Leider haben sich die Berge mal wieder unter einer Nebeldecke versteckt.

Daneben gibt es dann noch die „Shannon Falls“-Wasserfälle. In Vancouver selbst haben wir noch einen Halt im „Stanley Park“, wo wir die Skyline von Vancouver sehen konnten.

Die Tour ist zwar vorbei, aber der Urlaub noch nicht.

Wir haben jetzt noch einige Tage in Vancouver. Leider ist die Wetterprognose nicht so toll. Drückt uns die Daumen, dass wir doch noch schönes Wetter bekommen.


Vancouver – Tag 1

Nach dem es einen Tag wie aus Kübeln geschüttet hat , folgte den Tag darauf der pure Sonnenschein Wie im wahren Leben auch so oft.

Ich hoffe das trifft auch bald bei mir ein. Die Schmerzen sind nicht auszuhalten.

Wir waren jetzt noch mal beim Physiotherapeuten. Es ist ein eingeklemmter Nerv im Nacken, der diese Schmerzen und vor allem das Taubheitsgefühl in der rechten Hand verursacht. Momentan kann ich mit der rechten Hand so gut wie nichts machen.

Trotz allem versuchen wir den Urlaub so gut es geht zu genießen. Bei dem Sonnenschein haben wir eine Fährenfahrt über die „False Creek“ gemacht, einen Spaziergang ?‍♀️ durch den „Stanley Park“ und waren auf „Granville Island“. Abends waren wir dann noch beim „English Bay“. Das ist der Strand von Vancouver und haben dort einen Spaziergang gemacht und uns den Sonnenuntergang angeschaut.


Vancouver – Tag 2

Ich schaffe das doch mit links Da die rechte Hand nicht will, mache ich alles mit links. Ein gutes Training für meine rechte Gehirnhälfte.

Beim Sushi habe ich auch mit der linken Hand die Stäbchen gehalten. Es hat nicht direkt geklappt, aber irgendwann habe ich es geschafft und musste nicht verhungern oder auf die Gabel zurückgreifen. Versucht es auch mal.

An einem Tag haben wir eine 4-stündige Chinatown-Tour gemacht. Wir haben nicht nur Infos bekommen, sondern uns wurde auch viel gezeigt, wir konnten Sachen anfassen und es gab Sachen zum Probieren.

Nach der Tour haben wir eine Speedboot-Fahrt gemacht. Wir mussten spezielle Overalls tragen, in denen man sich kaum bewegen konnte. Wir sahen aus wie rote Pinguine . Auf dem Boot war dann schnell klar, warum wir sie brauchen. Wir sind mit über 80 km/h gefahren. Es war ein tolles Erlebnis, weil wir nicht nur was zum Schauen hatten, sondern mit ein paar Manövern auch unser Adrenalin in Schwung gebracht wurde.

Am nächsten Tag sind wir zum Grouse Mountain gefahren, von wo aus man einen tollen Blick über ganz Vancouver hat. Zudem haben wir dort Grizzlybären gesehen und uns eine sehr coole Holzfäller-Show angeschaut.

Danach ging es zur Capilano Bridge. Es ist eine schwingende Seilbrücke, die fast 140 m lang ist und 70 m hoch hängt. Nichts für Leute mit Höhenangst


Vancouver – Tag 3+4

Zwei Tage mit Wasseraction liegen hinter uns.

An einem Tag waren wir in Granville Kajak fahren. 2,5 Stunden haben wir Vancouver vom Wasser aus gesehen und tolle Geschichten gehört. Zum Glück hatten wir ein Zweier-Kajak gebucht. Da meine rechte Hand immer noch nicht richtig funktioniert, hat mein Freund netterweise viel vom Paddeln übernommen. Nach dem Paddeln haben wir uns Granville Island genau angeschaut und noch eine Hop on Hop off Tour gemacht.

Am nächsten Tag ging es dann zum Whale Watching. Über 5 Stunden waren wir unterwegs und haben 7 Orcas gesehen und 2 Seelöwen Ein unfassbar tolles Erlebnis. Einmal haben wir welche in der Ferne gesehen und alle waren darauf fokussiert und auf einmal sind zwei ganz nah am Boot aufgetaucht. Einfach der Hammer. Wale sind unfassbar intelligent. Zum einen in der Art der Kommunikation, aber auch in ihrem Jagdverhalten. Sie passen sich immer an die Gegebenheiten an und machen das Beste daraus. Wir haben viele tolle Storys über sie gehört.


Vancouver – Tag 5

Ich fahre sehr gerne Auto und vor allem schnelle Autos.

Dank meinem Freund und Scenic Rush habe ich die Möglichkeit bekommen nicht nur einen Audi R8 zu fahren (den wollte ich schon als Teenager immer fahren), sondern auch einen Ferrari 458 Italia, eine Corvette Z06 und einen Lamborghini Gallardo.

Ich war ganz schön nervös und hatte auch bisschen Schiss. Sind ja keine günstigen Autos. Wir waren dann 4 Personen, die jeweils mit einem Auto gestartet sind. Alle 15-20 min. wurde gewechselt.

Es war einfach ein mega geiles Gefühl diese Autos zu fahren und hat einen riesen Spaß gemacht.

Dank meinem Freund kann ich so wieder eine Sache von meiner Bucket-List streichen. Danke Schatz



Vancouver – Tag 6

Trotz meiner Schmerzen und der tauben Finger in meiner rechten Hand, lasse ich mich nicht davon abhalten meinen Urlaub zu genießen und die Sachen zu machen, die wir uns vorgenommen haben.

So auch an unserem letzten Tag in Vancouver. Uns wurde von vielen empfohlen eine Fahrradtour durch den Stanley Park zu machen. Das Wetter war perfekt dafür.

Durch die Taubheit in meiner Hand habe ich keine Kraft in ihr und somit war normales Fahrrad fahren für mich nicht möglich. Aber wer mich kennt, weiß ich finde immer einen Weg. Und auch hierfür hatten wir die Lösung: ein Tandem. Mein Freund konnte so lenken und ich konnte trotzdem Fahrrad fahren. So sind wir fast 20 km gefahren.

Einen Harbour Cruise haben wir auch noch gemacht und dann den Abend am English Bay ausklingen lassen und den wunderschönen Sonnenuntergang genossen .

Ein perfekter Abschluss für einen fantastischen Urlaub mit ganz vielen tollen Erinnerungen.