Ich heiße Tina Kamber, bin Krebs Coach und habe meinen Tumor mit 45 entdeckt.


Mein Brustkrebs:
Invasiv duktales Mammakarzinom, T3,
hormonunabhängig (Triple Negativ), KI 67:50%


 

Ich hatte einige Monate vor der offiziellen Krebsdiagnose einen kleinen Knoten in der rechten Brust entdeckt und lies eine Stanzbiopsie durchführen. Allerdings ging die Biopsie offensichtlich daneben, denn mein Befund kam zunächst als negativ zurück.

Meine Ärztin empfahl mir das Ganze zu beobachten (Verdacht: Mastopathie). So konnte der Knoten bis zum nächsten Kontrolltermin – nur wenige Monate später – von ca. 1,5 cm auf über 5 cm wachsen und die Lymphknoten befallen. Beim zweiten Stanztermin lautete der Befund plötzlich: Invasiv duktales Mammakarzinom, T3, hormonunabhängig (Triple Negativ), KI 67:50%

 

Triple Negativ wird als sehr schlecht behandelbare Brustkrebsart eingestuft. So sollte mein neoadjuvanter Therapieplan zunächst 9 x ECT im 2-wöchigen Rhythmus umfassen, um anschließend die weitere Vorgehensweise zu prüfen.

Mir war bewusst, dass die Chemotherapie – wenn überhaupt – lediglich das Symptom (den Tumor) behandeln würde. Die grundliegende Ursache einer Krebserkrankung wird von der Schulmedizin so gut wie nie erforscht. In den seltensten Fällen wird hinterfragt, warum eine Patientin überhaupt erkrankte!


In meinen Augen kann man nur dann wirklich gesund werden und ein Rezidiv weitmöglichst verhindern, wenn das zugrundeliegende Problem erforscht und behoben wird.
So gestaltete ich meine Heilung zweigleisig. Neben der schulmedizinischen Therapie ging ich „meine persönlichen Probleme“ intensiv an:

  • ein dauerhaft hoher Stresspegel
  • einen über viele Jahre hinweg viel zu hohen CRP-Wert (auf den mich kein Arzt jemals ansprach!)
  • ein geschwächtes Immunsystem (festgestellt durch verschiedene Blutwerte, die Ärzte nur auf Anfrage bestimmen)

Zudem habe ich meinen Körper auf die bevorstehende Chemotherapie / OP/ Bestrahlung vorbereitet und vieles getan, um die potentiellen Nebenwirkungen zu minimieren/verhindern.

Letztendlich habe ich von den 9 zunächst geplanten Chemobehandlungen “nur“ 3x Epirubicin, 1x Paclitaxel, 1x Cyclophosphamid durchführen lassen.

Nach genau 3 Monate meiner zweigleisigen Strategie hörte ich die erlösenden Worte:
„Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen Sie hatten nie Krebs“.

Natürlich könnte man glauben ich habe einfach Glück gehabt und die Chemo hat besonders gut gewirkt. Dazu muss man allerdings bedenken, dass Chemo den Tumor bestenfalls schrumpfen lässt. Mein Tumor wurde dagegen nicht kleiner, sondern sichtlich porös und fiel mehr und mehr auseinander, bis nur noch ein wenig Narbengewebe übrigblieb. Allem Anschein nach fand die Heilung nicht von außen, sondern von innen heraus statt!


Wer vom üblichen Weg abweicht und darüber redet, sieht sich oftmals:

  • mit den projizierten Ängsten anderer konfrontiert
  • dazu gezwungen, Rechenschaft für seine ungewöhnlichen Entscheidungen abzulegen
  • unüberlegten Aussagen und Ratschlägen anderer ausgesetzt

Das alles kostet Kraft! Deshalb habe ich nur im engsten Familien- und Freundeskreis über meine Erkrankung gesprochen.

Ich durfte mich schon immer auf die Unterstützung meiner Familie und meines engen Freundeskreises verlassen. Auch während meiner Erkrankung wurde ich nicht enttäuscht. Das ist natürlich von unschätzbarem Wert!

Durch meine Heilungsstrategie ging es mir durchgehend sehr gut und man sah mir meine Erkrankung (auch dank einer guten Perücke) überhaupt nicht an. So blieben mir viele Fragen Dritter erspart…


Als nichtrauchende, nichttrinkende Vegetarierin habe ich die Wahrscheinlichkeit einer eventuellen Krebserkrankung (naiverweise) viel eher bei einer geliebten Person in meinem Familienkreis vermutet. Für mich deutete deren Diabetes, Bewegungsmangel, Übergewicht und ein gewisses Alter viel eher auf eine bevorstehende Krebserkrankung hin. So begann ich bereits viele Jahre vor meiner eigenen Erkrankung damit, mich intensiv mit Krebs und der Optimierung einer Krebsbehandlung auseinanderzusetzen. Ich wollte zu gegebener Zeit helfen können.

„Nie hätte ich geglaubt, dass ich das Wissen irgendwann selbst anwenden würde!“

Wir alle wissen aus Erfahrung – im Schock- und Angstzustand lässt sich ja nur schwer eine rationale Entscheidung treffen. Sich dann erst mit einem derart heftigen Thema auseinanderzusetzen, wenn man eigentlich keinen klaren Gedanken mehr fassen kann, ist unglaublich schwer. Mein Vorwissen kam mir da sehr zugute. So konnte ich mein Befund hinterfragen und wissensbasierte Entscheidungen treffen, die sich schnell als sehr positiv erwiesen!

 


mit meiner PerückeMeine Genesung wurde zum „Vollzeitjob“.
Ich ging nicht nur zu meinen Arztterminen, sondern habe täglich bzw. regelmäßig eine Vielzahl an Dingen getan, um meinen Körper zu entgiften und wieder gesund werden zu lassen.

Auch wenn sich dieser Tagesablauf fast wie eine weitere Form von Stress anhört – ich habe es sehr genossen, mehr Zeit für mich und meine Bedürfnisse zu haben.

Trotz Brustkrebs habe ich es geschafft, meinen Humor zu bewahren 😉

 

John Lennon sagte: „Leben ist das, was passiert, während du eifrig dabei bist, andere Pläne zu machen.“
Das trifft in meinen Augen sehr gut auf eine Krebserkrankung zu. Keiner rechnet wirklich damit – und plötzlich ist sie da!

Wenn dem so ist, dann würde ich als Krebs Coach jedem empfehlen seine Denk- und Herangehensweise zu hinterfragen, denn: „Man kriegt nicht Krebs und ist krank, man ist krank und kriegt Krebs!“

Wenn man sich mal mit dem komplexen System des menschlichen Körpers auseinandersetzt, kann man nur staunen. Sensationell wie das alles funktioniert! Anders kann man es nicht sagen! Wie das eine ins andere greift – alles darauf ausgerichtet ist, gesund zu sein und zu bleiben.

Das klappt nur leider nicht immer.

4 Jahre nach der Diagnose BrustkrebsKrebs ist kein Virus, der wie die Grippe angeflogen kommt. Nicht nur ich bin überzeugt, dass wir alle immer wieder Krebszellen im Körper haben. Solange unser Immunsystem und somit unser Körper gesund ist, stellen diese Krebszellen keine wirkliche Bedrohung dar. Ist der Körper allerdings aus welchen Gründen auch immer dauerhaft geschwächt, kann er seine Aufgaben irgendwann nicht mehr erfüllen.

Es bricht mir das Herz zu hören, dass Krebspatientinnen ihren „Krebs bekämpfen“ oder „den Tumor vernichten“. Verwunderlich ist diese Denk- und Redensweise nicht. Man wird in den Medien damit konfrontiert und von Familien und Freunden dazu aufgefordert.

Das macht für mich allerdings wenig Sinn. Hier muss ein Umdenken stattfinden!

Nicht selten versucht der Körper schon lange vorher darauf aufmerksam zu machen, dass irgendetwas nicht stimmt. Selten hören wir zu. Krebs ist eine der deutlichsten, unüberhörbaren Hinweise, dass das System aus dem Ruder geraten ist. Der Körper zeigt, dass er „nicht mehr kann“, und unsere Reaktion ist es „unseren eigenen Körper zu bekämpfen“…?

Erkrankt man an Krebs, ist es „5 vor 12“ –  höchste Zeit herauszufinden, was dem Körper fehlt! Also nicht „den verletzt am Boden Liegenden nochmals zu treten”, sondern „das verletzte Kind in den Arm zu nehmen und zu trösten“.

Mein Körper ist nicht der Feind!

Wir sollten liebevoller mit uns und unserem Körper umgehen – nicht nur aber ganz besonders dann, wenn er Hilfe braucht!

Mein Brustkrebs-Verlauf

 

Tinas Brustkrebsverlauf

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