Die Chemo greift leider nicht nur die Tumor-Zellen an und zerstört diese, sondern auch die guten Zellen. Dazu gehören vor allem die Schleimhäute – im Mund, Bauch usw.

Mit der Zeit habe ich es an meinen Schleimhäuten im Mund gemerkt. Meine Zähne und vor allem das Zahnfleisch wurden immer empfindlicher. Irgendwann war selbst das Kauen schmerzhaft und ich wollte nichts mehr essen. Das konnte so nicht weitergehen. Ich wollte aber nicht schon wieder irgendwelche Medikamente nehmen.

 

Mit Teebaumöl gurgeln:
Ich habe dann die Breast-Care-Schwester gefragt, die sich mit der Aromapflege beschäftigt, ob sie nicht einen Tipp für mich hätte. Und sie hatte einen. 🙂 Sie hat mir ein paar Tropfen Teebaumöl von der Firma Primavera in eine 0,5 Liter Flasche mit stillem Wasser getan und geschüttelt. Ich sollte dann nun mehrmals am Tag dieses Wasser mit dem Teebaumöl gurgeln. Das habe ich auch gemacht und es hat tatsächlich geholfen. Schon am nächsten Tag war es um einiges besser. Nach drei Tagen konnte ich wieder normal essen und hatte keine Schmerzen. Ich habe mir dann eine kleine Flasche mit 5 ml gekauft und ab da hatte ich die Mischung immer parat und sobald ein kleines Anzeichen kam, habe ich gegurgelt. Das Teebaumöl wirkt entzündungshemmend und wundheilend. Es hat mir dann nicht nur bei den Zahnfleisch-Problemen geholfen, sondern auch bei den Geschmacksproblemen. Durch das Teebaumöl war der Geschmack im Mund wieder besser.

 

Zahnprophylaxe machen:
Da meine Zähne etwas empfindlicher sind, bin ich regelmäßig zum Zahnarzt gegangen und habe die Zähne kontrollieren lassen. Ich habe während der Chemo auch eine Zahnprophylaxe machen lassen. So waren die Zähne wieder super gereinigt und es konnte sich nichts entzünden. Sprecht dies aber immer mit dem Zahnarzt ab. Meine Zahnärztin wusste, dass ich Brustkrebs habe und bei der Zahnprophylaxe wurde das auch berücksichtigt.

 

>> zurück zu den Chemo-Tipps